Wer sagt denn das Pizza immer mit Tomatensauce und Salami belegt werden muss. Dieser Belag ist eine kleine Offenbarung und besticht durch das herbe Aroma des Serranoschinkens, der fruchtigen Feige und der süßen Balsamicocreme. Als Pizzasauce diente diesmal simple Crème fraîche, damit die anderen Aromen richtig zur Geltung kommen. Da habe ich mich ein bißchen am klassischen Flammkuchenbelag orientiert.

Pizzateig kann und sollte einige Tage vor der Verarbeitung hergestellt werden und dann im Kühlschrank gelagert werden. Durch das langsame Gehen in der Kälte wird der Teig feinporiger und zarter. Ihr könnt ruhig eine größere Menge herstellen. Was nicht benötigt wird könnt ihr einfach einfrieren. So ist es hier auch gedacht. Diese Menge hier reicht für 6 normal große Pizzen oder 2 Bleche. Der Belag ist nur für 2-3 Personen gedacht.

Wenn ihr an italienisches Mehl Tipo 00 für Pizza rankommt, nehmt das. Dieses Mehl weist einen hohen Anteil an Klebeeiweiss, dem sogenannten Gluten nach. Dadurch wird der Teig elastischer als mit anderen Mehlsorten und kann sehr dünn ausgerollt werden. Um den Geschmack zu heben können geringe Anteile durch andere Mehlsorten oder Hartweizengriess ersetzt werden. Experimentiert ruhig ein wenig herum.

Wer nicht so viel planen will kann den Teig natürlich auch am gleichen Tag weiterverarbeiten. Das hab ich auch schon gemacht, aber das Ergebnis ist nicht ganz so gut wie mit der Ruhephase im Kühlschrank. Durch die Fermentationsprozesse schmeckt der Teig ein wenig besser.