Ich war noch nie der Riesenfan von Kräuterquark.  Wenn es ihn irgendwo gab, mit ein paar leckeren Kartöffelchen, habe ich ihn natürlich gegessen. Aber dass ich von alleine auf die Idee komme und Kräterquark mache, weil ich da grad total Lust drauf hab, das ist noch nie passiert. Bis ich den Quark in unserem liebsten Apfelweinlokal gegessen habe…

Kräuterquark ohne Quark-2

Das war auch eher ein Zufall, weil ich den ja nie bestellt hätte. Aber mein Sitznachbar hatte ein Handkäsbrot mit Kräuterquark bestellt und ich musste naschen. Danach war ich total geflashed. Der Kräuterquark war der Oberhammer. Ich sezierte ihn bis aufs Kleinste und konnte schon herausfinden das geraspelte Radieschen, Frühlingszwiebeln und Kresse in dem Quark waren. Ein paar Tage später startete ich das Experiment und versuchte mit den herausgefundenen Zutaten und einer Quark-Joghurt-Mischung, an den Kräuterquark heranzukommen. Aber ich kam geschmacklich nie an das Original heran. Der war immer noch 10 mal besser als meiner.

Beim nächsten Lokalbesuch überredete ich den Koch mir das Rezept zu geben. Und dann war mir klar warum meine Versuche nicht so sahnig und cremig waren. Das Geheimnis des Quarks lag darin, dass da gar kein Quark enthalten war. Die Grundmasse beteht aus Schmand und Crème fraîche. Und die Würzung besteht außer aus Salz und Pfeffer noch aus böser gekörnter Gemüsebrühe. Da werde ich das nächste Mal etwas Demi Glace auflösen und unterrühren. Aber endlich schmeckte mein Quark so oberlecker wie im Lokal. Seitdem ich das Rezept habe, esse ich viel häufiger Kräuterquark. Entweder zusammen mit ein paar Kartoffeln oder als Topping für ein Handkäsbrot.

Kräuterquark ohne Quark-3

 

 

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