Kaya – Kokosmarmelade

Wir kommen gerade aus unserem Jahresurlaub zurück und haben einen Monat in Weit Weit Weg verbracht, nämlich in Australien mit ausgiebigem Zwischenstop in Singapur. Wir sind vor den kühlen Temperaturen geflohen und haben uns den Sommer ein wenig verlängert. Immer noch überwältigt von den verschiedensten Eindrücken und Erlebnissen gibt es auch hier im Blog neuen Content, denn ich wäre ja kein Foodie, wenn ich die Eindrücke nicht auch kulinarisch verarbeiten würde.

Wir haben viel probiert und gerade Singapur hatte einige neue Geschmäcker und Kombinationen zu bieten. Los geht es gleich mit einem Frühstück aus dem asiatsichen Stadtstaat, denn das unterscheidet sich schon sehr von dem was auf europäischen Tellern landet, oder hab ihr schonmal was von Kaya-Toast gehört? Ich auch nicht, deswegen musste das ausprobiert werden. Unser Glück war das meine Freundin Simone zur Zeit in Singapur lebt und uns schnell in einige Gepflogenheiten des Landes einführen konnte, sonst hätten wir wahrscheinlich Kaya gar nicht kennengelernt.

Dabei handelt es sich um eine Art Marmelade, die aus Kokosmilch, Eiern, Palmzucker uns Pandan-Blättern hergestellt wird. Pandan war mir bis dahin auch nie untergekommen und gilt als die asiatische Vanille. Der Saft der grünen Blätter hat einen vanilligen, nussigen Geschmack und wird zum Aromatisieren von Kuchen, Desserts oder eben der Kaya-Marmelade verwendet. In gut sortierten Asialäden sind die Blätter in der Kühlung zu finden. Da man dann aber viel zu viele Blätter hat, muss man den Rest entweder einfrieren oder mehrere Pandanrezepte umsetzen. Ein paar Vorschläge werden von meiner Seite noch folgen. Jetzt gehts aber erstmal um Kaya. Wenn ihr die Marmelade gekocht habt, könnt ihr euch ein Frühstück zusammenstellen, wie es in Singapur und Malaysia genossen wird. Dazu bestreicht ihr zwei Scheiben getoastetes Weißbrot mit der Marmelade und legt eine Scheibe Butter darauf. Wirklich eine Scheibe, so lieben es die Asiaten. (Ich habe die immer ein wenig verschmiert weil ich es nicht mag in so ein Stück Fett zu beißen). Dann werden die beiden Scheiben zusammengeklappt. Oft wird der Rand auch entfernt. Dazu gibt es dann zwei weichgekochte Eier, und wenn die Singapuri weichgekocht sagen, dann meinen sie es auch. Die Eier küssen nämlich nur das heiße Wasser und bleiben maximal zwei Minuten im Topf. Danach ist auch das Eiweiß noch weich. Die beiden Eier werden in einem Schälchen aufgeschlagen und mit Sojasauce und weißem Pfeffer gewürzt. In dieses Schälchen tunkt man dann den Kaya-Toast und löffelt den Rest aus. Mich schüttelts ja schon wenn irgendwo ein Stück Dotter auf meinem Teller landet und bin eingefleischter Rührei-Fan, deswegen habe ich die halbrohen Eier verschmäht. Alle diejenigen, die sonst auch gern weichgekochte Eier mögen, denen wird es gefallen.

Als Getränk wird Tee oder Kopi getrunken. Kopi ist das indonesische Wort für Kaffee und schmeckt ein wenig anders als unser Kaffee. Die Bohnen werden nählich mit Margarine und Zucker geröstet und wenn man nur einen Kopi bestellt wird er auch schon mit Kondensmilch serviert. Es gibt aber noch etliche andere Variationen, bestellt man einen Kopi-C wird noch zusätzlich gezuckerte Kondensmilch zugefügt, die hier unter Milchmädchen bekannt ist. Bei einem Kopi-O bekommt man einen schwarzen Kaffee nur mit Zucker um nur einige Möglichkeiten zu nennen.

Seid ihr jetzt neugierig wie Kaya denn nun schmeckt? Dann könnt ihr euch jetzt übers Rezept hermachen und euren Einkaufszettel schreiben. Denn was gibt es Schöneres als schon zum Frühstück einen Weltreise zu starten.

Kaya - Kokosmarmelade
 
Vorbereitung
Kochzeit
Gesamtzeit
 
Autorin:
Zutaten
  • 4 Eigelb
  • 200 ml Kokosmilch
  • 20 g Palmzucker (oder brauner Zucker)
  • 60 g Kristallzucker
  • 4 Pandanblätter
  • 1 Prise Salz
Zubereitung
  1. Die Kokosmilch vor dem Öffnen gut aufschütteln und die 200ml in eine Metallschüssel geben. Den Palmzucker sehr klein schneiden und zusammen mit dem restlicher Zucker, Salz und Pandanblättern zu der Kokosmilch geben.
  2. Die Schüssel über einem Wasserbad erhitzen und ständig rühren. Wenn die Kokosmilch anfängt zu köcheln, die Schüssel vom Topf nehmen.
  3. In einer zweiten Schüssel die Eigelbe glatt verrühren.
  4. Die noch warme Kokosmilch langsam zu den Eiern giessen und dabei permanent rühren.
  5. Die Masse wieder in die Metallschüssel geben und langsam erhitzen. Mit einem Gummispatel immer über den Schüsselboden fahren und rühren, damit nichts ansetzt.
  6. Nach einigen Minuten sollte die Creme schön andicken. Die Pandanblätter entfernen und die Masse in Gläschen abfüllen und abkühlen lassen. Dabei wird die Marmelade noch fester.
  7. Im Kühlschrank hält sich Kaya ungefähr zwei Wochen.

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