Auch hier hat endlich die Plätzchenproduktion begonnen. Am Wochenende waren zwei liebe Freundinnen bei mir und wir haben zusammen sechs verschiedene Sorten geschafft. Das ist neuer Rekord bei mir. Wir haben eher klassische Rezepte gebacken, denn schon allein mein Vorschlag Grünteepulver in den Shortbreadteig zu geben erntete hochgezogene Augenbrauen. Bei traditionellen Plätzchenezepten verstehen die beiden keinen Spaß. Habe mich trotzdem durchgesetzt, aber das ist eine andere Geschichte.

Diese Saison beschäftigen wir uns also mit ein paar Klassikern, damit die nicht in Vergessenheit geraten. Den Anfang machen die Frankfurter Bethmännchen. Die gehören schon lange zu meinen Lieblingsplätzchen, auch schon bevor ich ich in die hessische Metropole gezogen bin. Zu Schulzeiten habe ich sie schon mit einer Freundin gebacken und seitdem gibt es diese kleinen Kugeln aus Marzipan bei mir eigentlich zu jeder Adventszeit.

Die Bethmännchen wurden übrigens nach der Frankfurter Bankiersfamilie Bethmann benannt und sollen im Jahr 1838 von dem Küchenchef der Bethmanns erfunden worden sein. Der Legende nach symbolisieren die drei Mandelhälften (ich nehme oft ganze Mandeln) die Söhne der Bethmanns. Früher sollen es sogar vier gewesen sein, aber nachdem ein Sohn gestorben war, wurde eine Mandelhälfte weggelassen.